OpenProject 17.9.1 wurde am 1. Oktober 2026 veröffentlicht und ist der aktuelle Bugfix-Stand der OpenProject-17.9-Reihe. Die Hauptversion 17.9 erschien am 30. September 2026 und bringt mehrere Funktionen, die für produktive Projekt- und Wissensplattformen relevant sind.
Für Unternehmen ist dabei nicht nur die Feature-Liste interessant. Entscheidend ist, ob Dokumentation, Aufgaben, Migration und Anmeldung im Alltag einfacher und kontrollierbarer werden. Genau an diesen Stellen setzt OpenProject 17.9 an.
Documents werden stärker mit der Projektarbeit verbunden
Eine zentrale Neuerung ist die engere Verbindung zwischen Documents und Work Packages. Aus einem Dokument heraus können laut OpenProject direkt Arbeitspakete erstellt werden. Damit rückt dokumentiertes Wissen näher an konkrete Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Nachverfolgung.
Das ist vor allem für Teams relevant, die Spezifikationen, Protokolle, Konzepte oder Entscheidungsdokumente nicht getrennt von der eigentlichen Projektsteuerung behandeln möchten. Aus Dokumentation wird schneller umsetzbare Arbeit.
Date Alerts in der Community Edition
OpenProject 17.9 macht Date Alerts in der Community Edition verfügbar. Teams können damit zeitbezogene Hinweise rund um Termine, Fristen und Arbeitspakete besser nutzen, ohne dafür zwingend auf eine kommerzielle Edition angewiesen zu sein.
Für Organisationen, die OpenProject als Open-Source-Projektmanagement-Plattform evaluieren oder selbst betreiben, ist das ein sichtbarer Schritt in Richtung alltagstauglicher Planung und transparenter Fristenkontrolle.
Backlogs, Jira-Migration und XWiki-Integration
Auch Backlogs erhalten in OpenProject 17.9 eine erste Filterfunktion. Das klingt klein, ist im Betrieb aber wichtig: Je größer Produkt- und Projektlisten werden, desto stärker entscheidet Filterbarkeit darüber, ob Teams mit Backlogs wirklich effizient arbeiten können.
Zusätzlich nennt OpenProject Verbesserungen bei der Jira-Migration. Parallele Jobs, Fortschrittsinformationen und mehr Transparenz helfen besonders dort, wo bestehende Jira-Umgebungen schrittweise bewertet oder migriert werden sollen. Auch die XWiki-Integration wird durch eine gezieltere Seitenauswahl verbessert.
Mehr Kontrolle bei Arbeitspaketen und Exporten
OpenProject 17.9 erweitert mehrere Details rund um Arbeitspakete. Beim Löschen von Arbeitspaketen mit untergeordneten Elementen kann gezielter entschieden werden, ob nur das ausgewählte Arbeitspaket oder auch dessen Nachfolger entfernt werden. Das reduziert das Risiko, versehentlich ganze Strukturen zu löschen.
Für Fehler- und Produktmanagement kommt außerdem das Feld „Festgestellt in Versionen“ hinzu. Damit lässt sich dokumentieren, in welchen Versionen ein Problem beobachtet wurde. Das ist besonders hilfreich, wenn Bugs mehrere Produktstände betreffen oder Supportfälle versioniert nachvollzogen werden müssen.
Auch PDF-Exporte werden ausgebaut. Laut Release Notes können Administratoren Standardwerte pro Arbeitspakettyp hinterlegen, etwa für Ausrichtung, Fußzeilentext, Inhaltsverzeichnis oder Silbentrennung. Das hilft, wenn Projektberichte, Vertrags- oder PMflex-Artefakte konsistenter ausgegeben werden sollen.
MCP, Meetings und Administration
Der MCP-Server wird in OpenProject 17.9 weiter ausgebaut. KI-Assistenten können laut OpenProject nun Zeiteinträge finden, erstellen, ändern und löschen, mit sichtbaren Arbeitspaket-IDs arbeiten und kompaktere Suchergebnisse erhalten. Das ist vor allem für spätere Assistenz- und Automatisierungsszenarien relevant.
Meetings erhalten ebenfalls kleinere, aber praktische Verbesserungen: neue Besprechungen starten mit sinnvolleren Standardzeiten, und die API kann Meetings nach Titel filtern. In der Administration wird die Modernisierung mit Primer-UI-Komponenten fortgesetzt, unter anderem mit Quick-Filtern in Rollen und Berechtigungen.
SSO und Passwort-Login gezielter steuern
Für Identity- und Security-Teams ist die präzisere Steuerung von Passwort-Login in SSO-Szenarien besonders interessant. Wenn OpenProject an zentrale Anmeldesysteme angebunden ist, muss klar sein, welche lokalen Loginwege erlaubt bleiben und welche bewusst deaktiviert werden.
OpenProject 17.9.1 korrigiert außerdem ein SSO-relevantes Problem: Chrome Direct Login konnte laut Release Notes wegen der CSP-Konfiguration des Provider Hosts fehlschlagen. Das macht 17.9.1 für Betreiber mit Single Sign-On wichtiger als ein reines Komfortupdate.
Was 17.9.1 gegenüber 17.9 korrigiert
OpenProject 17.9.1 ist ein Bugfix-Release. Laut offiziellen Release Notes werden zwei konkrete Probleme behoben: Die Work-Package-Sidebar konnte verschwinden oder teilweise verdeckt sein, und Chrome Direct Login über SSO konnte durch die genannte CSP-Konfiguration fehlschlagen.
Wer OpenProject 17.9 produktiv einsetzt oder gerade aktualisiert, sollte deshalb direkt den Stand 17.9.1 berücksichtigen und nicht bei 17.9.0 stehen bleiben.
ForgeOne-Einordnung
Für ForgeOne passt OpenProject 17.9.1 gut in den Kontext souveräner Collaboration-Plattformen. Besonders relevant sind die Kombination aus Projektmanagement, Dokumentation, XWiki-Anbindung, SSO-Steuerung und transparenter Migration aus bestehenden Werkzeugen.
Wir haben unsere eigene OpenProject-Umgebung aktualisiert und betrachten die Neuerungen zusätzlich technisch. Eine ausführliche ForgeOne-Tech-Einordnung mit Screenshots, Upgrade-Hinweisen und Abnahmecheck folgt separat, sobald der technische Beitrag fertig ist.
Die offiziellen Details stehen im OpenProject-Release-Blog zu 17.9 sowie in den Release Notes zu 17.9.0 und 17.9.1.



